Pflege von Citrus

Themen auf dieser Seite:

Überwinterung---Schädlinge---Gießen und Düngung---Schnitt

Pflege von Citrus

Auf die Pflege von Citruspflanzen möchte ich nur insoweit eingehen, als ich meine Erfahrungen zu gewissen Punkten hier mitteilen möchte.

Einerseits sind viele grundsätzliche Pflegemaßnahmen mit denen von Oleander und anderen Kübelpflanzen identisch, andererseits gibt es auch zu diesem Punkt andere Seiten im web, die diese Punkte sehr ausführlich beschreiben. Siehe Linkliste !

Überwinterung

Seit drei Jahren überwintere ich meine Citruspflanzen zusammen mit vielen anderen Kübelpflanzen, auch den Bananen, im Wintergarten. Die Tagtemperaturen liegen an richtigen Wintertagen ( ohne Sonnenschein ) und in der Nacht im Normalfall zwischen 12 und 17 ° C. Dies ist zwar wärmer, als es eigentlich für Citrus als ideal angesehen wird, allerdings muss man halt immer gewisse Kompromisse schließen. Ich habe dabei allerdings auch noch keine wesentlichen Probleme erkennen können. Im Gegenteil, es scheint den Pflanzen ganz gut zu bekommen, denn ich habe zum Teil schon im Winter , wie auch zu Zeit ( Februar 2000 ), an einigen reichliche Blüte. Überhaupt verwischen sich die Grenzen zwischen Blütezeit und Fruchtzeit um so mehr, je wärmer die Pflanzen überwintert werden.
Aus Platzgründen überwintere ich immer auch einen oder mehrere im Gewächshaus, das über Winter nur gerade frostfrei gehalten wird. Auch damit kommen die Citrus gut aus. Von anderen Citrusfreunden weiß ich, dass sie ihre Pflanzen ganzjährig im Wohnzimmer halten, was ich zum Teil auch schon gemacht habe.

Nach meinen Erfahrungen kommen Citrus mit allen diesen Bedingungen gut zurecht. Was man aber tunlichst vermeiden sollte, sind Standortwechsel mit großen Temperaturunterschieden. Darauf reagieren sie meist sehr unfreundlich, z. B. mit Blattfall ( siehe auch Blattfall auf der Seite Citrus )

Schädlinge

Ein ewiges Thema. Bei mir sind es an den Citruspflanzen hauptsächlich Spinnmilben und Schildläuse. Zur Bekämpfung lässt sich auch hier nur sagen, dass es ein ewiger Kampf ist. Es ist mir in 23 Jahren nie gelungen, meine Pflanzen wirklich schädlingsfrei zu bekommen. Bei der drangvollen Enge z. B. in Winterquartieren kommt es immer wieder zur Neuinfektion.
Es ist natürlich auch eine Frage, wie intensiv man sich um die Pflanzen kümmern kann, d. h. wie viele es sind. Bei etwa 200 Kübelpflanzen ist es einfach nicht mehr möglich, alle regelmäßig zu untersuchen und entsprechend zu handeln.
So bleibt nichts anderes übrig, als immer wieder mal zu spritzen, wenn es an einigen zu bunt wird und der Fußboden unter Pflanze anfängt zu kleben.

Zur Bekämpfung der oben genannten Schädlinge siehe die entsprechenden Hinweise auf den Oleanderseiten.

Zur Bekämpfung von Spinnmilben.

Zur Bekämpfung von Schildläusen.

Hinweis : Im Gegensatz zu Oleandern vertragen Citrus auch mineralisches Öl zur Schildlausbekämpfung und somit auch Promanal. Ich bevorzuge diese Art der Bekämpfung anstelle der Verwendung von anderen Giften. Im Vergleich zu den wirklichen Giften sind diese Mittel relativ harmlos. Da sie außerdem "mechanisch" wirken, indem sie die Schildläuse praktisch ersticken, kann auch keine Resistenz eintreten, wie das bei anderen Mitteln geschehen kann.

Gießen und Düngung

Ich gieße alle meine Pflanzen mit Regenwasser, das ich in einer Zisterne sammle. Im Gegensatz zu Oleandern ist das Regenwasser für Citrus besser geeignet als Leitungswasser, da Citrus keinen großen Kalkgehalt vertragen. Bei gleicher Gelegenheit dünge ich dann auch ca alle 3 Wochen mit einem Flüssigdüngeraus dem Gartenmarkt.

Citruspflanzen brauchen durchaus regelmäßige Nährstoffversorgung, da sie zu den Starkzehrern zählen. Ein Phänomen, das bei Mangelversorgung immer wieder mal auftaucht, ist die Chlorose. Darunter versteht man das Ausbleichen der Blätter, die dann gelb erscheinen und nur noch an den Blattadern eine frische Grünfärbung zeigen.

Dieses Phönomen kann mehrere Ursachen haben.

1. Eisenmangel.
Eisenionen spielen sowohl bei der Photosynthese als auch beim Abbau von Nährstoffen zur Energiegewinnung der Pflanze als Bestandteile von Elektronenübertragungssystemen eine wichtige Rolle.
( Hinweis: Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, anzunehmen, die Pflanze gewinne ihre Energie aus der Photosynthese. Sie gewinnt sie nicht anders als Tiere und Menschen auch, indem sie energiereiche Stoffe , z. B. Zucker abbaut. Nur im Unterschied zu diesen kann die Pflanze den Zucker eben auch unter Nutzung des Sonnenlichts selbst aufbauen ).
Fehlt das Eisen, ist der gesamte Stoffwechsel der Pflanze und somit auch die Chlorophyllbildung gestört. Eisenmangel kann auch als Sekundärfolge einer zu starken Verkalkung des Bodens auftreten. In diesem Fall bildet sich im Boden Eisencarbonat, das schwer löslich ist. Dadurch können keine freien Eisenionen mehr aufgenommen werden. Allerdings wird der Eisenmangel als Ursache der Chlorose durchaus auch bestritten. Ich habe aber bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich in Fällen von Chlorose häufiger mal ein Eisenpräparat ins Gießwasser gegeben habe.

2. Chlorose als Folge einer Unterkühlung der Wurzeln

3. Chlorose als Folge einer Wurzelfäulnis, z. B. durch zu reichliches Gießen und damit verbundene Staunässe.

Schnitt

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Ich schneide nur dann, wenn einzelne Äste oder die gesamte Krone im Verhältnis zur übrigen Pflanze unproportional wirken und das Erscheinungsbild stören. Dann aber durchaus auch manchmal radikal !

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