Schädlinge an Oleander

Schildläuse

Schildläuse sind sehr häufig an Oleander vorhanden. Man erkennt den Befall im Freien nicht so leicht, weil man die zuckerhaltigen Ausscheidungen dort meistens nicht so schnell bemerkt wie in der Wohnung. Häufig, insbesondere in Trockenperioden, merkt man es aber an den klebrigen Blättern.

Es gibt mehrere Arten von Schildläusen, die an Oleander vorkommen (Siehe Bildergalerie). Sehr häufig sind die  abgebildete weiße Form, mit annähernd runden Schildchen und die auf einem Bild auf dem unteren Blatt zu erkennende braune Form mit mehr länglichen Schildchen. Eine dritte Art hat dicke, buckelige Schildchen, die fast schwarz sind. Sie fallen als dicke, dunkelbraune Pusteln sofort ins Auge ! Ein Bild zeigt einen extremen Massenbefall! Diese schwarzbraunen Schildläuse gehen auch auf Oliven über.

Abhilfe : Mit Naturen  Öl ( Firma Cela )spritzen. Das Öl klebt die Schildläuse mit ihren Schildchen auf den Blättern fest und die Tiere ersticken. Auf keinen Fall mit Promanal spritzen. Promanal enthält Mineralöl-Bestandteile, die Oleander nicht vertragen. Ist auch als Warnhinweis auf der Promanalpackung angegeben. Das im Naturen enthaltene Rapsöl wird dagegen problemlos vertragen.

Spinnmilben

Spinnmilben stellen das größte Problem dar. Ich kämpfe ebenfalls seit Jahren erfolglos gegen diese Biester. Spinnmilbenbefall merkt man daran, dass die Blätter immer mehr weiße Stellen bekommen, die von den ausgesaugten Zellen herrühren. Die Zellen füllen sich nach dem Aussaugen mit Luft und erscheinen dadurch nicht mehr durchgehend dunkelgrün, sondern immer stärker grau und gesprenkelt. Bei starkem Befall erkennt man auch die Gespinstfäden. Unter der Lupe erkennt man auch die Tierchen selbst.

Abhilfe: Spinnmilben sind zwar keine Insekten sondern Spinnentiere, doch helfen gegen die Spinnmilben auch alle Insektizide. Allerdings ist bei Spinnmilben inzwischen eine ziemliche Resistenz gegen viele Mittel festzustellen ( z.B. hilft bei mir Metasystox überhaupt nicht mehr! ). Auch Naturen-Öl hilft, aber man muss die Spritzung regelmäßig wiederholen. Das gilt meiner Ansicht nach sowieso grundsätzlich für alle Mittel: Selbst harmloses Prilwasser oder ein scharfer Wasserstrahl bringt für kurze Zeit Besserung. Es gibt aber kein Mittel, das einmal angewendet wird, und dann ist das Problem auf ewig gelöst. Der Grund liegt unter anderem darin, dass die staubfeinen Spinnmilben auch mit dem Wind über weite Entfernungen herangeweht werden.

In letzter Zeit habe ich viel über die Wirksamkeit von Pentac gehört und gelesen. Ich habe es mir inzwischen besorgt, aber bisher ( Winter 99 / 00 ) noch nicht angewendet. Sobald erste Erfahrungen vorliegen, werde ich darüber berichten. Erstmals habe ich Pentac vor dem Einräumen der Pflanzen in das Gewächshaus im Herbst 2000 angewendet. Ich habe dabei keinen wesentlichen Unterschied zu anderen Mitteln feststellen könnnen.

Blattläuse

Blattläuse gehören zu meinen liebsten Feinden, denn mit ihnen wird man immer fertig. An Oleander kommt häufig eine Blattlausart vor, die man sonst nie an anderen Pflanzen sieht. Es sind relativ große, gelbe Blattläuse, die meist an den Triebspitzen oder an den Blütenständen sitzen. Diese Art  heißt auch Oleanderblattlaus.

Abhilfe: Die Tierchen können mit allen chemischen Mitteln bekämpft werden, selbst harmloses Prilwasser wirkt.  Allerdings muss man regelmäßig kontrollieren, weil sie immer wieder neu auftauchen und sich rasant vermehren.

Bilder anklicken, um Galerie anzuschauen

Schildläuse

Schildläuse

schwarzbrau ne Schildläuse

schwarzbrau ne Schildläuse

schwarzbrau ne Schildläuse

Spinnmilben

Spinnmilben

Spinnmilben

Blattläuse

[Home] [Ferienwohnung] [Oleander] [Pflege] [Bluetenbau] [Befruchtung] [Vermehrung] [Oleandersorten] [Giftigkeit] [Schaedlinge] [Krankheiten] [Fragen] [Citrus] [Orchideen] [Holzarbeiten] [Patchwork] [Links] [Literatur] [Impressum]